Film und Gespräch "Wenn wir erst tanzen" zu Gast in Raddusch

07.09.2019 | 17:30 Uhr | Kaiserliche Postagentur, Radduscher Dorfstr. 18, 03226 Vetschau

„Wenn wir erst tanzen“ ist ein Film von Dirk Lienig, Dirk Heth und Olaf Winkler, die Buch und Regie gemeinsam verantworten. Der Film dokumentiert einen Tanzprozess mit 70 Hoyerswerder Laientänzerinnen und -tänzern, der eine ungewöhnliche Veränderungsenergie innerhalb der Tanzkompanie entwickelt. Die Arbeit verstärkt den Austausch und die Nähe zwischen den Teilnehmenden. Löst Reflexion, Erkenntnis und Selbst-Vergewisserung über das eigene Leben aus.

Als der ehemalige Bühnentänzer Dirk Lienig nach 20 Jahren in seine ostdeutsche Heimatstadt Hoyerswerda zurückkehrte, gründete er eine Tanzgruppe. Hoyerswerda war einst ein bedeutsamer Industriestandort. Nun gilt die Stadt deutschlandweit als Sinnbild für Arbeitslosigkeit, Abwanderung, Ausländerhass und Untergang. Das selbstbewusste Heimatgefühl der Dagebliebenen ist Verlust- und Schamgefühlen gewichen. In dieser Situation inszeniert eine Laientanzgruppe ein Bühnenstück über den Gefühlszustand der Stadt.

Das Projekt lässt nicht nur ein neues Gefühl der Zugehörigkeit bei den Tänzern entstehen, es wird auch zu einem riesigen Erfolg in der Stadt. Bei einigen Tänzern schlägt dieser Prozess um in mehr Klarheit über ihre Lebenwünsche. Einige gehen noch weiter und ziehen berufliche Konsequenzen oder richten ihr bürgerschaftliches Engagement neu aus. Das Tanzstück „Le Sacre“ wirkt wie eine kreative Injektion: Persönliche Veränderung durch Gemeinschaft.

Hier geht's zur Einladung.

Der Film hat den WIR Vielfaltspreis beim Filmkunstfest in Mecklenburg-Vorpommern gewonnen.

Nach der Vorstellung findet ein moderiertes Gespräch mit dem Choreografen und Filmemacher Dirk Lienig statt.

Für die Veranstaltung ist eine Anmeldung erforderlich: Bitte bis zum 5.9. unter schmidt[at]lausitzer-perspektiven.de

Hier gehts zum Trailer und zur Film Website.

Die Veranstaltung findet innerhalb des Bildungsprogramms „MITEINANDER REDEN Gespräche gestalten – Gemeinsam handeln“ statt.
Die bundesweit 100 innovativen Dialogprojekte tragen dazu bei, das respektvolle und wertschätzende Miteinander, die Kommunikation und Teilhabe aller Bevölkerungsgruppen in die lokale Gemeinschaft zu stärken und neue analoge Dialogformate in kontroversen Aushandlungsprozessen zu entwickeln und auszuprobieren. Mehr dazu auf der Miteinander Reden Website.

Initiiert und finanziert durch die Bundeszentrale für politische Bildung.

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