Ideen


In dieser Rubrik teilen wir Artikel, Informationen, Interessantes mit Fokus auf weltweite Strukturwandelprozesse.

05.12.2019

Schöne Neue Welt 2048: Rundbrief Forum Umwelt & Entwicklung

Lesenswert, der RUNDBRIEF-SPEZIAL zur Zukunftskonferenz "Schöne Neue Welt", in 30 Jahren: flexibel, digital, kosmopolitisch, aber leider nicht nachhaltig. In diesem Rundbrief des Forum Umwelt und Entwicklung kann man entdecken, was die Zivilgesellschaft für eine Vorstellung der Welt in 30 Jahren hat, wie die Wissenschaft glaubt, dass Zukunft funktioniert und was der Journalismus sich zum Stichwort Zukunftsfähigkeit ausgedacht hat.

04.12.2019

Ernährungsräte

In vielen Betrieben, Märkten und auf Festen werden regelmäßig Lebensmittel weggeworfenen; es gibt es noch nicht genug Gespür für die an den tatsächlichen Bedarf angepasste Produktion. Zudem bedürfen regionale Erzeuger/ Produzenten Vermarktungswege; es wird größtenteils nach Berlin geliefert an große Abnehmer. Für die direkte Belieferung an kleinere Abnehmer ist ein zu großer logistischer Aufwand nötig und deshalb unrentabel. Es braucht neue regionale Strukturen. Deshalb gründen sich in Brandenburg (und anderswo) Ernährungsräte, die die Ausgangslage für "gute" Ernährung verbessern möchten. Beispiele für gute Intiativen gibt es viele:
Fair-Teiler Schollen
https://tinyurl.com/tmhx2uz
Marktschwärmer Wildau
https://marktschwaermer.de/de-DE/assemblies/7871
VG Dresden
https://www.vg-dresden.de/%C3%BCber-uns
SoLaWi Sterngartenodyssee
https://www.sterngartenodyssee.de
Ernährungsrat Prignitz-Ruppin
https://tinyurl.com/tawqflh
Regionale Tafelrunden
https://tinyurl.com/uuzoh5q

27.11.2019

Altes Handwerk - neues Business

Kilian Schumm (38 Jahre) entschied sich nach seinem Informatikstudium, das Bürstenmachergeschäft seiner Vorfahren weiterzuführen. „Bürsten Nickles“, sein Unternehmen, erlebt derzeit auch wegen der Verbreitung über das Internet eine Renaissance. Touristen kommen vorbei, Langzeit-Kunden halten die Treue und immer mehr junge Menschen, denen die Handarbeit und die natürlichen Materialien wichtig sind, kommen auch noch dazu. So kann ein vermeintlich alter Betrieb erfolgreich nachhaltig aufgestellt werden. Hier auch im Podcast.

09.10.2019

Anleitung für ein praktisches Open Goverment - Kommunen

Der Autor Matthias Neutzner nennt sie eine "Gebrauchsanleitung", die sich an Kommunalverwaltungen sowie an kommunalpolitische Mandatsträger richtet. Die praktisch nutzbaren Hinweise und Werkzeuge sind aus der kommunalen Praxis rund um das Thema abgeleitet und unterstützen den kommunalen Open Government Veränderungsprozess. Lesenswert für alle, die sich der Aufgabe stellen und mit der notwendigen Offenheit für Open Government positionieren möchten. Mehr zur Modellkommune OG hier.

10.09.2019

Partizipation im Umweltbereich

Partizipation.at ist eine Fachseite für Partizipation aus Österreich. Hier werden eine Vielzahl von aktuellen Praxisbeispielen vorgestellt. Zum Beispiel im Bereich Kinder- und Jugendpartizipation wo das Projekt SMG SchülerInnenMitGestaltung Schulsprecher_innen unterstützt, ihre Arbeit beteiligend zu gestalten. Oder beim Planspiel GeneDrive, wo Schülerinnen und Schüler lernen, wie sie über relevante gesellschaftliche Themen differenziert diskutieren können. Bei anderen Projekten entwicklen Fachleute und Bürger_innen gemeinsam Lösungen für wasserwirtschaftliche Herausforderungen. Ein sehr relevantes Thema für die Lausitz, wo die Trockenheit spürbar zunimmt.

05.09.2019

Mobile Dorfläden mit Online Shop

Das Fraunhofer Institut und die Steinwald Allianz untersuchen ein neues Modell, das einen zum Dorfladen umgebaute Lkw nutzt und seit einem Jahr durch den Landkreis Tirschenreuth fährt. In dem Artikel der Zeitschrift KOMMUNAL gibt es Einblicke zum Nachahmen. Der Dorfladen läuft gut, aber unterschätzt haben die Machenden, dass die Digitalisierung nicht nur bedeutet Technologie bereit zu stellen, sondern auch die Menschen an die online Angebote heranzuführen. Hier geht's zu den 4 Tipps bei mobilen Dorfläden. Internetplattformen sind erfolgreich, wenn sie Shop-Funktionen bieten, nach Hause liefern also wie ein internationaler Online-Handel aufgebaut sind. Zudem müssen sie für Händler einfach handhabbar sein und wenig Zeit kosten.

09.08.2019

Umnutzung verlassener Bahnhöfe

Auch in der Lausitz gibt es viele leerstehende oder nur teilgenutze Bahnhöfe (Gaststätten etc.). Hier ein Beispiel aus Wuppertal "Utopiastadt". Dort haben sich Bürger*innen engagiert und es ist ein Biotop für neue Frei-Räume in der Stadtentwicklung entstanden. Der Film zeigt wie ein Bahnhof von gestern, Labor für das Morgen wird - Stadtraum in all seiner Vielfalt. Könnten wir uns auch in Lausitzer Städten und selbst Dörfern vorstellen.

25.07.2019

Neubauen und junge Menschen anziehen

Quedlinburg in Sachsen-Anhalt. Lange Zeit zogen mehr Menschen aus der Stadt weg als zu. Dennoch investierte die Stadt. Auf 13.000 qm entstand ein neues Stadtquartier mit über 70 Neubau-Wohnungen in innenstädtischer Lage. Der Wunsch nach besserem Wohnraum spielt bei der Entscheidung für einen Ort ebenso eine Rolle wie der Rückzug vom Land in größere Kommunen. Qualität in der Innenstadt ist gefragt. Kleinstädte wie Wolfen, Stendal oder Aschersleben betreiben nicht mehr nur Leerstandsmanagement sondern bauen neu, vor allem altersgerecht und für junge Menschen. In der Lebensphase zwischen 20 und 35 Jahren werden lebensprägende und weitreichende Entscheidungen hinsichtlich Beruf, Familie und dauerhaftem Wohnort getroffen. Wie ländliche Räume dafür planen können, zeigt ein Bericht der Uni Linz über Zukunftsorientierte Wohnmodelle für junge Erwachsene

17.07.2019

THERMOS, Datenbank als Ressource für Klimawandelberechnungen

THERMOS (Thermal Energy Resource Modeling and Optimisation System) ist ein EU Horizon 2020 gefördertes Forschungsprojekt. Es stellt hochwertige Energiesystemdaten und -modelle in einer benutzerfreundlichen Open-Source-Anwendung zur Verfügung, um die Wärmenetzplanung schneller, effizienter und kostengünstiger zu machen. Fachleute von Universitäten, lokalen und städtischen Behörden, Energie- und Umweltbehörden sowie spezialisierte Beratungsbüros aus Großbritannien, Spanien, Polen, Lettland, Dänemark, Deutschland, Portugal und Rumänien nehmen an dem Projekt teil.

29.06.2019

Relevanz des lokalen Journalismus kreativ bewahren

Lokaljournalismus braucht Antworten, wie er in Zukunft relevant bleibt. Die "Landeszeitung für die Lüneburger Heide" zeigt in einem Kooperations-Projekt („Wem gehört Lüneburg“) mit CORREKTIV, wie Stadtdebatten mit Bürger*innen zukünftig geführt werden könnten. Gespräche auf der Straße und Debattenformate schaffen mehr Transparenz, zum Beispiel im Immobilienmarkt. Hier ein Blog Beitrag der beiden lokalen Macher, die das Konzept der Bürgerrecherche umsetzen. Wir brauchen in der Lausitz im Strukturwandel eine aktive lokale Presse und Medienhäuser, die unabhängige Berichterstattung garantieren. Das wäre doch einen Versuch wert, oder? Mehr zur Relevanz des lokalen Journalismus, noch ein Artikel auf Englisch.
Und hier ein Brandenburgisches Bürgerjournalismus Projekt.

27.06.2019

Leerstand? Warum nicht wie in Wittlich neue Ladenkonzepte entwickeln

Die Stadt Wittlich hat ihren Laden Leerstand seit 2016 von 12,8 Prozent auf 7,5 Prozent gesenkt! Wie? Das Konzept besteht aus drei Bausteinen: Alwin-Genial, Alwin-Direkt und Alwin-Pop-Up. Bei Alwin-Genial schließen die Gründer einen Vertrag mit dem Eigentümer eines Ladens über eine Laufzeit von 1,5 Jahren. Im ersten halben Jahr müssen die Händler keine Miete zahlen. Alwin-Pop-Up erlaubt es Kreativen sich auszuprobieren. Für einen Zeitraum von einer bis 12 Wochen können sie sich für 75 EUr wöchentlich einen Pop-Up Store mieten. Bei Alwin Direkt können Interessenten eigene Konditionen mit den Eigentümern aushandeln. Bei allem stehen städtische Experten für eine Beratung zur Seite und passen die Konzepte immer wieder an - und helfen beim Marketing. Also aktives Management ist der Schlüssel zum Erfolg. Mehr zum kommunalen Leerstand hier.

27.06.2019

Recycling Hauptstadt werden, wie in Eskilstuna in Schweden

Die Leute sprechen zwar von Eskilstuna als dem Ort, an dem nichts Neues erfunden wird. Aber nur eine Stunde mit dem Zug von Stockholm entfernt, hat das ehemalige "Sheffield of Sweden" es geschaftt, sein Imageproblem zu überwinden. Einst eine Stadt rund um ein stahlproduzierendes Kraftwerk gebaut, geriet sie wegen des rasanten Niedergangs der Stahlindustrie in den 1970er Jahren in Schwierigkeiten. Seit 2012 setzt Eskilstuna jedoch eine Reihe von grünen Initiativen um, um die umweltfreundlichste Stadt Schwedens - und vielleicht der Welt - zu werden. Das ist zumindest das Ziel. Die Eröffnung von ReTuna war die Initialkraft: eine Shopping Mall für recycelte Produkte. Seither landet deutlich weniger Hausmüll auf Deponien. Käufer*innen können durch die Secondhand-Läden streifen und sich alles von Möbeln über Kinderspielzeug bis hin zu Blumen und Kleidung ansehen. Durchschnittlich 700 Besucher pro Tag und 300 Reisegruppen kommen pro Jahr. Hier ein Artikel in Englisch.

26.06.2019

Bildungsfestival - von der Jugend, für die Jugend

Ein Bildungsfestival für die Lausitz, das wäre es doch! Bei der Mischung aus Zeltlager und Konferenz, das letzte fand in Essen statt, gibt es Workshops und Vorstellungen von Projekten für Jugendliche. 130 Schülerinnen und Schüler organisieren ein solches Festival selbst, komplett. Und weil es schön ist, selbst verantwortlich zu handeln, kommen viele der Organisator*innen immer wieder. Mehr dazu und hier.

26.06.2019

3D Druck als Schlüssel zur dezentralen Produktion

Vielleicht sind 3-Drucker flächendeckend die bessere Investition? Das, anstelle die Milliarden in der Lausitz in Logistik Infrastruktur zu investieren. 3D Druck wird als vierte Variante des Transports bezeichnet. Und das stimmt! Da die Entwicklung der 3D Drucker schnell voranschreitet, macht es Sinn bei der regionalen Zukunft der Lausitzer ländlichen Räume dieses Potential zu berücksichtigen. Braucht es hier nicht eine Machbarkeitsstudie? Denn im Zuge der Digitalisierung ist es ein Trend, der die Art wie wir produzieren nachhaltig verändert. Die ZDF Dokumentation stellt vor, was heute schon möglich ist. Inspirierend, finden wir.

14.06.2019

Alte Häuser, junge Bewohner*innen

Es ist nicht leicht, ein familientaugliches Heim zu finden, selbst am äußersten Rand von Nordrhein-Westfalen. Und wenn es dann "ein Haus mit Charme" sein soll und eines, das lieber mitten im Dorf steht als am Ende der Welt, wird es noch schwieriger. Gleichzeiti schrumpft die Gemeinde Hiddenhausen, junge Menschen zogen fort. Die Quartiere überaltern. Das kommt uns doch auch aus der Lausitz bekannt vor?!
Aber die Gemeinde Hiddenhausen erfand das Programm "Jung kauft Alt", um alte, leerstehende Gebäude zu beleben und damit auch den Dorfkern. Junge Familien bekommen Boni von bis zu 9.000 Euro auf sechs Jahre verteilt, wenn ältere Bestandshäuser gekauft werden. Zudem werden sie beim Altbaugutachten unterstützt, damit die Bausubstanz bewertet wird und sie nicht "die Katze im Sack" kaufen. Neubaugebiete auf der grünen Wiese gibt es dafür nicht mehr, damit ist dieses Schlupfloch zu. So hört der kommunale Wettkampf um die meisten und besten Bauplätze auf.

13.06.2019

Ko-Dorf entsteht in Wiesenburg

Mehr Menschen in der Stadt wünschen sich Natur und Entschleunigung. Gleichzeitig haben sie Respekt davor, allein aufs Land zu ziehen und keinen Anschluss zu finden. In der Zwischenzeit gibt es viele Initiativen, die Hilfe anbieten. In der Oberlausitz zum Beispiel die Raumpionierstation. In Wiesenburg das Ko-Dorf, eine Kleinhausgemeinde, die Städtern bei der Ansiedlung hilft. Jede/r wohnt im eigenen Haus, ergänzt wird das aber mit Coworking Space, Gemeinschaftsküche, Yoga-Raum, Selbstversorgergarten und anderen Gemeinschaftseinrichtungen, um die Nachbarn im Blick zu behalten. Das Interesse ist auch in anderen Kommunen groß, ein Ko-Dorf zu gründen. Diese können auch wirtschaftlich vom Ko-Dorf profitieren: Grundstücke werden über Erbpachtverträge vergeben und damit fließt Geld zurück. Zudem ermöglicht eine wirtschaftliche Nutzung Steuereinnahmen. Aber das wichtigste ist: es kommen neue, jüngere Menschen ins Dorf!

13.06.2019

Landinventur in Meck-Pom - was geht ab, auf dem Land?

Das Thünen-Institut für Regionalentwicklung Bollewick hat mit einem Bürgerwissenschaftsprojekt vor, die Dörfer zurück auf die Landkarte zu bringen und führt eine partizipative und digitale Inventur durch. Immer mehr in Verwaltungsstrukturen werden "nach oben" delegiert, Politik ist in der öffentlichen Wahrnehmung nicht präsent genug. Auch wissen Forschung, Politik und Planung nur noch wenig Genaues über die Situation in einzelnen Dörfern, da diese Einheiten in den Statistiken untergehen. Gemeinsam mit vielen Dorfbotschaftern soll sich das ändern. Eine Art Neuvermessung des ländlichen Raumes in Mecklenburg-Vorpommern wird durchgeführt. Dafür wurde eine digitale Plattform zur kollektiven Raumbeobachtung mit den Bürger*innen entwickelt. Seit Juni ist die mobile Forschungsstation in ganz Mecklenburg- Vorpommern unterwegs, um das Projekt der Öffentlichkeit vorzustellen. Das Ganze könnte Schule machen, auch in der Lausitz?

14.05.2019

Brandenburgs kreative, neue Arbeitswelt

Wenn es mit der Digitalisierung klappt, dann klappt es auch mit dem....Arbeiten! Es braucht niemand mehr auf Dauer eine Großstadt, um erfolgreich zu sein. Eine wachsende Anzahl von guten Beispielen zeigt in Brandenburg, wie Wertschöpfung und Produktivität eine großartige Verbindung mit den ländlichen Räumen eingehen kann - aber immer im Zusammenhang mit geglückter digitaler Anbindung.
Deshalb gehören bei der Arbeit immer zwei, drei Komponenten zusammen: offene Arbeitgeber- und Arbeitnehmer*innen, die sich vertrauensvoll darauf einlassen - und die Anbindung an schnelles Internet, als Rückgrat der Wissensökonomie. Eine Untersuchung des Fraunhofer Institut für Experimentelles Software Engineering (IESE) hat einen Beitrag veröffentlicht, der viele Beispiele für diese "smarte" Art der Arbeit aufzeigt. Nachzulesen hier.

14.05.2019

Breitband selber machen

Halsbach in Bayern macht es vor: den Ausbau des Internets kann man auch ohne langes Warten, in Eigenintitiative voranbringen. Ärmel hochkrempeln, Unterstützung in der Gemeinschaft organisieren und den Willen zum Selbermachen - das sind doch alles Dinge, die wir in der Lausitz auch können! Dann bleibt der Zugang zum schnellen Internet kein Wunschtraum mehr, sondern das Glasfasernetz kommt bis zu jedem Bauernhof und zu jeder abgelegenen Raumpionierstation....Und zwar für alle Einwohner*innen, die verstreut auf den 12.000 Quadratkilometern der Nieder- und Oberlausitz leben. Zum Artikel.

14.05.2019

Weiter in der Reihe "selber machen - mit Hilfe von außen"

Die geschlossenen Dorfkonsume sind uns nicht nur als Orte der Nahversorgung verloren gegangen, sondern auch als Begegnungs- und Kommunikationsräume. Es gibt in Brandenburg einige Beispiele der Wiederbelebung, wie im Oderbruch, wo sich einzelne Ladenbetreiber in Groß Neuendorf, Kienitz und Neulewin versuchen. Oder in Trebnitz, wo ein Dorfkonsum mit Café der Bildungs- und Begegnungsstätte Schloss Trebnitz enstand. Es ist ein gut besuchter Laden mit Café (Betreiber: an den Wochenenden eine Schülerfirma).
Der DORV-Club Seddin zeigt, wie mit Hilfe der DORV Zentrums Bewegung https://www.dorv.de in einem leer stehenden Supermarkt seit 2011 ein neues Versorgungszentrum samt Begegnungsstätte für den Ort enstand. Und in der Gemeinde Wahlsdorf (Teltow-Fläming) betreibt eine zugezogene Niedersächsin einen Laden - in Nebelschütz, Oberlausitz, zeigt eine ambintionierte Leipzigerin wie sie einen Regio-Bioladen führt.
Also: es gibt viele Beispiele an denen sich Interessierte orientieren können. Vielleicht auf einer Lernreise durch Brandenburg und Sachsen? Zum Artikel.

25.03.2019

Die Arbeit der Zukunft

Es wird in der Lausitz viel gesprochen über den Erhalt der Arbeitsplätze in der Kohleindustrie. Aber wie sieht denn die Zukunft der Arbeit aus? Auch ab von Industriearbeitsplätzen, wie wir sie heute noch kennen, geht die Entwicklung rasant voran. Das Merton Magazin unternimmt eine Reise in diese zukünftige Arbeitswelt und berichtet. Denn so viel Umbruch war noch nie: Die Arbeit ändert gerade radikal ihren Charakter – am Fließband genauso wie im Vorstandsbüro. Wie jeder Einzelne ständig dazulernt, wird künftig entscheidend sein für seinen Erfolg. Eine Deutschland-Reise zu Unternehmen, die das Lernen schon heute zu ihrem Kernprinzip erhoben haben. https://merton-magazin.de/die-arbeit-der-zukunft

14.03.2019

Pioneers of Change Reihe - Franz Nahrada

Franz Nahrada bringt seine IT-Vergangenheit mit soziologischen Inhalten zusammen. Dabei geht es ihm um die Verbindung bereits vorhandener Potenziale aus sämtlichen Bereichen zum Wiederaufbau lokaler Lebensräume. Nicht nur Naturwissenschaftler brauchen ein Labor, sondern auch Soziolog*innen, die im Kleinen ausprobieren, wie Großes möglich wäre. So kreierte Franz ein Forschungslabor für globale Dörfer, das sich sich unter anderem mit Grätzeln, Leerstand in Dörfern und deren Potenzialen beschäftigt. Dies durfte Franz bereits in Kroatien und in österreichischen Dörfern (u.a. Kirchberg in der Stmk) erfahren. Mehr dazu in diesem einstündigen Video

08.03.2019

Dörfer im Aufbruch Online Kurs

Die "Dörfer im Aufbruch" Initiative vertritt, dass auf dem Land nicht auf Verwaltung und Politik gewartet werden muss. Also: Entwicklung einfach selbst in die Hand nehmen! Gleichzeitig unterstützt sie Menschen dabei , eventuell brachliegende und ungenützte Ressourcen im Dorf besser zu nutzen. Eines ihrer Angebote gibt es jetzt digital, kostenlos, jederzeit abrufbar und leicht zugänglich als Online-Kurs. Die Kapitel funktionieren alle unabhängig voneinander, man kann also immer bei dem Thema einsteigen, für das der akuteste Bedarf herrscht - oder man am meisten Lust dazu hat. Die Kapitel setzen sich aus oftmals sehr kurzen Videos zusammen. Sie sind deshalb in kleinen Dosierungen und zwischendurch zu genießen. Wir sagen, ideal um nebenbei sein Engagement weiter zu entwickeln.

26.02.2019

Universität neuen Zuschnitts in Nürnberg

In Nürnberg soll eine Hochschule mit Modellcharakter entstehen: konsequent interdisziplinär, mit innovativem Fächerspektrum, neuen Lehrmethoden und Abteilungsstrukturen. Nicht nur werden verschiedene technisch-naturwissenschaftliche Disziplinen zusammengedacht, sondern vor allem auch in Bezug auf die Geisteswissenschaften Neues geschaffen.
Könnte das auch für die Lausitz interessant sein? Nach der Fusion zur B-TU könnte sich die Universität weiterentwickeln: um im Strukturwandel Ingenieure geeignet auszubilden, müssen diese nicht nur konstruieren können, sondern auch über das, was sie entwickeln, reflektieren – im Sinne von Nachhaltigkeit und Verantwortung für die Gesellschaft.
Mehr hierzu in einem Interview mit Wolfgang Hermann, der die Strukturkommission der neuen TU Nürnberg leitet.

06.02.2019

Gutes Leben, gute Arbeit im Rheinischen Revier

Unsere zivilgesellschaftlichen Kolleginnen und Kollegen aus dem Rheinischen Revier haben sich zusammengeschlossen. Das finden wir wirklich beeindruckend. Auch ihr zukunftsorientiertes Konzept ist sehr beachtlich. Wir wünschen uns in der Lausitz auch ein solches Engagement. Denn der Strukturwandel wird dabei als Chance verstanden, das Rheinische Revier für die Zukunft so aufzustellen, dass ein gutes und nachhaltiges Leben in Einklang mit den im Pariser Klimaschutzabkommen definierten Zielen möglich ist. Zum Download des Konzeptes hier.

30.01.2019

Neue Arbeit in Görlitz

Generationen arbeiten zusammen: In Görlitz helfen ältere Arbeitnehmer jungen Arbeitslosen, sich im Arbeitsmarkt zurechtzufinden. Als Coaches arbeiten sie als Arbeitsvermittler für junge Arbeitslose erfolgreicher als die Agentur für Arbeit. Diese soziale Innovation zeigt, dass Neues dadurch entsteht, dass man alte Wege in Frage stellt und kreativ wird. Wir finden ein super Beispiel, das sicherlich übertragbar in andere Städte der Lausitz ist - auch "made in der Lausitz"!
Den ganzen Artikel hier lesen.

16.01.2019

Wasserstoff im Schienenverkehr

Fast schon in der Lausitz...Der erste Wasserstoffzug der Welt hat im Nahverkehrsraum Leipzig am 1. Februar eine Premierenfahrt von Leipzig nach Grimma. Ist doch auch eine gute Idee für die Lausitz: anstelle die Strecke von Cottbus nach Zittau zu elektrifizieren, könnte ein Wasserstoffzug die saubere und schnelle Lösung anstelle des Dieselbetriebs sein. Auch in Großbritannien wird der Einsatz geplant. Mehr hierzu https://tinyurl.com/ybljdjfv oder auf dem Tagesspiegel über Brandenburgs Pläne https://www.tagesspiegel.de/berlin/ohne-emissionen-testfahrt-fuer-brennstoffzellen-zug-in-berlin/23974900.html

13.01.2019

Offene Werkstätten als Orte des Wandels

Einzeln betrachtet sind es eher die kleinen Dinge des Lebens, die Offene Werkstätten initiieren. Doch in der Summe sollen sie dafür sorgen, dass Bürger*innen miteinander die Probleme in der Stadt, auf dem Dorf, in der Region identifizieren und beim Hacken, Basteln und Löten gute Lösungen finden. Hier ein Artikel in der Süddeutschen Zeitung, wie das Verschwörhaus in Ulm versucht, das Ziel umzusetzen zur SZ Wir weisen aber auch auf die Offenen Werkstätten in Spremberg und Lübbenau hin, die in unserer Region aktiv sind. Wenn man mitmachen will, in den "Freiräumen zum Selbermachen", findet man viele auf der Website des Verbunds OW https://www.offene-werkstaetten.org
Auch interessant, wo es so alles in der Welt Offene Werkstätten, oder Maker Spaces, gibt http://themakermap.com

09.01.2019

Apalachien auf dem Weg in den sozialverträglichen Kohleausstieg

Wir finden Appalachia, West Virginia, USA, eine besondere Region. Die Transformation durch den Braunkohle-Ausstieg bringt dort zwar hohe Arbeitslosigkeit und Armut mit sich, demografischer Wandel und fehlende Perspektiven verstärken den Druck.

ABER: die Ashoka und Ford-Stiftung haben gemeinsam mit den Appalachen die Coalfield Development Cooperation mit „social innovation" und „social entrepreneurship" Programmen ins Leben gerufen. Sie hat es mit einem interessanten Zeitmodell von 33-6-3 Stunden geschafft, nachhaltige Perspektiven für die Community in 5 Unternehmungen zu entwickeln.

Dazu ein paar Links zu Videos und Texten (in Englisch):
https://vimeo.com/213276288
http://coalfield-development.org

09.01.2019

Berlin schafft neue öffentliche Verkehrsoptionen

Der "Berlkönig" ist eine sehr gute Idee. Er könnte als "Lausitz-König" auch in der Lausitz umgesetzt werden und für bessere inter-modale Anbindung an das Schienennetz und Plus-Busse sorgen. Der Rufbus bietet günstige, geteilte und zugleich umweltschonende Fahrten, die individuelle Mobilität des eigenen PKW und ist dabei fast so günstig wie eine Busfahrt. Der "BerlKönig" ist ein digitaler Ridesharing-Service, den man sich dorthin bestellen kannst, wo man ihn braucht. Gleichzeitig teilt man sich das Großraumtaxi mit anderen entlang der Strecke, die über einen Algorithmus berechnet wird. Mehr dazu https://www.berlkoenig.de

08.01.2019

Investitionen für Veränderung

Der „Collaborative Fund“ ist ein neuartiges Investitionskonzept in den USA. Während in der Vergangenheit zwischen zwei Kategorien unterschieden wurde: Menschen, die versuchen, so viel Geld wie möglich zu verdienen und Menschen, die versuchen, die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Heute ist es möglich die beiden Dinge zu vereinen. Die Welt entwickelt sich weiter. Der Collaborative Fund ist ein gutes Beispiel für einen neuen Intermediär, der zwischen den social entrepreneuren und Investoren direkt Investitionen in wirtschaftliche Lösung von gesellschaftlichen Problemen vermittelt.

Mehr dazu, in Englisch, hier

20.12.2018

Ruhrgebiet im Wandel

Von der Kohle, zum Stahl, zur neuen Metropolregion mit Modellcharakter. Dabei hat der rasante Ausbau der Industriekultur eine originelle Mischung aus Alt und Neu entstehen lassen, die ihresgleichen sucht. Die IBA Emscher Park und der Auftritt Essens als Kulturhauptstadt Europas 2010 waren nur die wichtigsten und bekanntesten Meilensteine auf diesem Weg. Hier zum Artikel

11.12.2018

Das selbst versorgende Ren-Gen Dorf

In Almere, einem Vorort von Amsterdam, wird das erste Dorf gebaut, das sich komplett selbst versorgt. Das sogenannte ReGen Village, was so viel heißt wie „regeneratives Dorf“, wird sich selbst mit Nahrungsmitteln, Wasser und Energie versorgen sowie eine eigene Müllentsorgung haben. Oder mehr dazu auf der englischsprachigen Website

10.12.2018

smart country - 11 Beispiele für digitales Landleben

Das digitale Landleben weckt Aufmerksamkeit. Medien berichten über vernetzte Dörfer. Pilotprojekte wie die digitalen Dörfer erzeugen bundesweit Interesse. Veranstaltungen zur Digitalisierung im ländlichen Raum vernetzen die treibenden Kräfte aus den Kommunen.

Blog Beitrag hier lesen.